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Am Abend des 27. Januar 1953 versammelten sich 18 Freunde des Schachspiels im Gasthaus zur Sonne in Neureut zur Gründungsversammlung eines neuen Vereins. Anwesend waren bei diesem Treffen der damaligen Vorsitzende des Badischen Schachverbands, Herr Karl Weinspach sowie Herr Becker aus Durlach, der die Leitung der Gründungsversammlung übernahm. Die Versammlung und die Wahl des Vorstands verlief nach dem vorliegenden Bericht reibungslos. Zum ersten Vorstand der Schachfreunde Neureut wurde Karl Meinzer, zum 2. Vorstand Erwin Federlechner gewählt.

Im November 1953 wurde dann in der ersten Generalversammlung die Vereinssatzung verabschiedet. Bemerkenswert war neben der damaligen Beitragshöhe von 50 Pfennig im Monat vor allem, dass nur Mitglied werden konnte, wer das 16.Lebensjahr erreicht hatte. Sicherlich hat man sich damals nicht träumen lassen, dass 50 Jahre später die jüngsten Großmeister gerade mal 12 Jahre zählen und 18-jährige Weltmeister werden.

Nach zwei Jahren, in denen überwiegend freie Partien gespielt wurden, trat man 1955 in die Verbandsrunde des Badischen Schachverbands ein und belegte auf Anhieb einen guten Mittelplatz. Allerdings bemerkte man in der Folge, dass ohne intensives Training eine Verbesserung des Spielniveaus nicht zu erreichen war und wählte den damals besten Spieler, Erich Striby, zum Übungsleiter.
Neben der Förderung der Spielstärke war es dem damaligen Vorsitzenden Erwin Federlechner ein besonderes Anliegen, über das Austragen gemeindeoffener Turniere das Interesse weiterer Neureuter Bürger am Schachspiel zu wecken.

Erwin Federlechner

Im Jahre 1958 betrug die Zahl der Mitglieder immerhin schon 27, was die Bildung einer 2. Mannschaft für die Verbandsrunde ermöglichte. Außerdem war es der Initiative des 1. Vorsitzenden zu verdanken, dass ab 1958 die Austragung eines Turniers um den Hardtpokal gemeinsam mit Graben und Blankenloch vereinbart wurde.

 

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